Jena liegt im mittleren Saaletal, eingebettet zwischen Muschelkalkhängen und Buntsandsteinformationen wie den Teufelslöchern. Die Stadt breitet sich auf etwa 15 Kilometer von Nord nach Süd und 12 Kilometer von Ost nach West aus. Durchflossen wird sie von der Saale, umgeben von Mischwäldern und seltenen Orchideenvorkommen im Leutratal. In der Umgebung ragen markante Berge wie der Windknollen mit dem Napoleonstein oder der Große Gleißberg mit der Kunitzburg auf.
Die erste Erwähnung Jenas findet sich im Hersfelder Zehntverzeichnis zwischen 830 und 850 als Liutdraha und Iani. Im 12. Jahrhundert wurde der Ort zur Stadt erhoben und mit Mauern umgeben. Die Herren von Lobdeburg prägten die frühe Entwicklung, förderten den Weinbau und errichteten Klöster wie das der Dominikaner. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Jena durch den Bau der Saalbahn zu einer Industriestadt, besonders bekannt für Optik und Feinmechanik mit Unternehmen wie Carl Zeiss.
Heute ist Jena eine Universitätsstadt mit der Friedrich-Schiller-Universität und zahlreichen Forschungsinstituten. Hochhäuser wie der Jentower prägen das Stadtbild, während die Stadt den Beinamen Lichtstadt trägt. Geologische Besonderheiten wie die Studentenrutsche und kulturelle Auszeichnungen wie der Titel Reformationsstadt Europas unterstreichen Jenas Bedeutung als Bildungs- und Wissenschaftszentrum in Thüringen.