Aracena liegt in den Bergen der Provinz Huelva, etwa hundert Kilometer von der gleichnamigen Hauptstadt entfernt. Die Stadt ist von einer wasserreichen Landschaft geprägt, die durch den Atlantik beeinflusst wird und für ein mildes Klima sorgt. Bekannt ist sie vor allem für ihre Tropfsteinhöhle Gruta de las Maravillas und die Reste einer alten Burg. In der Nähe befindet sich ein wichtiger Stausee, der nicht nur die Region mit Wasser versorgt, sondern auch die Erdbeerproduktion in umliegenden Orten unterstützt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung in der Gegend reichen bis in die Zeit um 3000 vor Christus zurück. Aracena verdankt seine Bedeutung über Jahrtausende hinweg dem Vorkommen von Mineralien und seiner strategischen Lage, die es immer wieder zum Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen machte. Im 20. Jahrhundert wurde der Ort zum touristischen Zentrum erklärt, was unkontrolliertes Wachstum verhinderte und seinen ursprünglichen Charakter bewahrte.
Die Stadt besticht durch ihr historisches Zentrum mit Kirchen im Mudéjar-Stil, darunter die Iglesia Prioral de Nuestra Señora del Mayor Dolor, die auf den Resten der alten Burg errichtet wurde. Die Tropfsteinhöhle zieht Besucher aus aller Welt an, und das Schinkenmuseum sowie das Theater Teatro Sierra de Aracena ergänzen das kulturelle Angebot. Traditionelle Feste wie die Karwoche mit ihren Prozessionen oder die Maimesse, die der regionalen Schinkenspezialität gewidmet ist, prägen das gesellschaftliche Leben.