Arbon liegt als Stadt am Südufer des Bodensees, wo eine spornförmige Halbinsel ins Wasser ragt. Zwischen Romanshorn und Rorschach gelegen, grenzt die Gemeinde im Süden an den Kanton St. Gallen. Südlich des Ortes erhebt sich der Seerücken, eine ehemalige Seitenmoräne der letzten Eiszeit, die dem Schweizer Mittelland hier seine typische Form gibt. Die Altstadt mit ihren engen Gassen und das erhöhte Quartier Bergli prägen das Bild, während im Süden ehemalige Arbeitersiedlungen aus der Industrialisierungszeit wachsen.
Die Wurzeln Arbons reichen bis in die Steinzeit zurück, als hier Pfahlbausiedlungen der Pfyner Kultur entstanden. Später nannten die Römer den Ort Arbor Felix, ein Name, der auf eine keltische Bezeichnung zurückgeht. Ein römisches Kastell sicherte einst die strategisch wichtige Lage über dem See, bis die Alamannen nach dem Rückzug der Römer die Gegend prägten. Irische Mönche ließen sich im frühen 7. Jahrhundert nieder und trafen auf eine bereits bestehende christliche Siedlung.
Heute ist Arbon vor allem für seine Altstadt und die Seepromenade bekannt, an deren Ende Schloss und Schlossturm als Wahrzeichen aufragen. Die Stadt entwickelte sich zu einem industriellen Zentrum, etwa durch die Ansiedlung der Saurer AG. Eingemeindungen wie Stachen und Frasnacht erweiterten das Stadtgebiet, während das Naturschutzgebiet am Seeufer die natürliche Umgebung bewahrt. Die Nähe zu St. Gallen macht die Stadt zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region.