Aschaffenburg liegt im Nordwesten des Mainvierecks, wo die Aschaff in den Main mündet, am Westrand des Spessarts. Die Stadt wird auf drei Seiten vom Landkreis Aschaffenburg umschlossen und grenzt im Süden an den Landkreis Miltenberg. Der höchste Punkt des Stadtgebiets befindet sich am Westhang des Pfaffenberges, der niedrigste im Unterwasser der Staustufe Obernau.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Frühlatènezeit zurück, doch ihre heutige Gestalt prägte vor allem die Zeit als kurmainzische Residenzstadt. Im 10. Jahrhundert entstand das Kollegiatstift St. Peter und Alexander, und seit dem 10. Jahrhundert bis 1803 gehörte Aschaffenburg zum Mainzer Kurfürstentum. Die Erzbischöfe nutzten die Stadt als Zweitresidenz und Verwaltungssitz, was ihr über Jahrhunderte Bedeutung verlieh. Im Mittelalter erhielt Aschaffenburg Marktrecht und Stadtrechte, wurde Mitglied wichtiger Städtebünde und entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum.
Besonders bekannt ist Aschaffenburg für seine historische Altstadt mit der Stiftskirche St. Peter und Alexander und dem Pompejanum, einer Nachbildung einer römischen Villa. Die Stadt ist umgeben von Streuobstwiesen, die als Lebensraum seltener Arten wie dem Steinkauz dienen und durch Initiativen wie die Schlaraffenburger Streuobstagentur gepflegt werden. Naturdenkmäler und Schutzgebiete prägen das Stadtbild ebenso wie die Nähe zum Spessart und die malerische Lage am Main.