Bacharach liegt im Norden des Landkreises Mainz-Bingen, eingebettet in das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Der Rhein bildet die östliche Grenze, während sich im Westen die ersten Ausläufer des Hunsrücks erheben. Die Stadt besteht aus der am Rhein gelegenen Kernstadt und den höher gelegenen Ortsteilen Steeg, Medenscheid, Neurath und Henschhausen, die über das Steeger Tal und eigene Zuwege verbunden sind. Ein besonderes Merkmal ist die unbewohnte Rheininsel Bacharacher Werth.
Der Name Bacharachs geht auf einen keltischen Ursprung zurück, erste schriftliche Erwähnungen stammen aus dem frühen 11. Jahrhundert. Im Mittelalter prägten die Pfalzgrafen die Entwicklung, die hier residierten und die Stadt zu einem wichtigen Handelsplatz machten. Bacharach war eine bedeutende Umladestation für Wein und Holz, erhielt Stadtrechte und spielte eine Rolle in der Reichspolitik, etwa bei der Königswahl Ludwigs des Bayern. Die Wernerkapelle, ein gotisches Wahrzeichen, erinnert an eine tragische Ritualmordlegende aus dem 13. Jahrhundert.
Heute ist Bacharach ein Anziehungspunkt der Rheinromantik, geprägt von mittelalterlicher Architektur und malerischer Lage. Die Wernerkapelle und die Burg Stahleck, heute eine Jugendherberge, sind weithin sichtbare Zeugnisse der Vergangenheit. Die Stadt lebt vor allem vom Tourismus und dem Weinbau, der international bekannt ist. Die Rheinromantik des 19. Jahrhunderts, ausgelöst durch Schriftsteller wie Victor Hugo, machte Bacharach zu einem frühen Reiseziel.