Bad Belzig liegt im Naturpark Hoher Fläming und wird vom Belziger/Fredersdorfer Bach durchzogen, der in die Belziger Landschaftswiesen mündet. Mit dem Hagelberg erreicht die Stadt eine der höchsten Erhebungen im Norddeutschen Tiefland. Die Region ist bekannt für ihre flache, vegetationsarme Niederung im Baruther Urstromtal, die als eines der letzten Rückzugsgebiete der Großtrappe in Deutschland gilt. Weitere Gewässer sind die Temnitz und das Verlorenwasser, die von kleineren Bächen wie dem Bullenberger und Briesener Bach gespeist werden.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 997 als Belizi, was sich vermutlich von einem slawischen Namen ableitet. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach, bis Belzig 1423 Teil des sächsischen Amtes Belzig-Rabenstein wurde. Die Stadt erlitt wiederholt Zerstörungen, etwa durch magdeburgische Bischöfe, spanische Truppen im Schmalkaldischen Krieg oder schwedische Söldner im Dreißigjährigen Krieg. 1702 erhielt sie Stadtrechte, und 1815 fiel sie an Preußen, wo sie zur Kreisstadt aufstieg. Prägend waren auch die Schlacht bei Hagelberg 1813 und die Einrichtung eines Gerichtsstandorts.
Die Stadt ist als staatlich anerkannter Kurort mit Thermalsoleheilbad bekannt. Ein Wahrzeichen ist die Marienkirche, in der Martin Luther predigte. Die Lutherlinde erinnerte einst an seinen Besuch. Das Rittergut Lübnitz brachte bedeutende Persönlichkeiten wie den Saatzüchter Ferdinand III. von Lochow hervor. Die Region verbindet historische Bauten mit einer von Wäldern und Wiesen geprägten Landschaft, die zum Naturpark gehört.