Bad Ragaz liegt am westlichen Rand der Rheinebene, wo das Taminatal endet, und bildet das touristische Herz des Sarganserlands. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Kanton Graubünden, der hier entlang des Rheins verläuft, während im Süden Pfäfers, im Westen Mels und im Nordwesten Vilters-Wangs anschliessen. Das Gemeindegebiet umfasst auch alpine Gebiete wie die Alpregionen Halde und Pardiel sowie Abschnitte der Bergkette Wildseehörner im Pizolgebiet.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 843 als Ragaces, doch schon in der Jungsteinzeit gab es hier Siedlungen. Prägend war die Benediktiner-Abtei Pfäfers, die über Jahrhunderte den größten Grundbesitz und viele Rechte in Ragaz besaß. Der Ort lag an einer wichtigen Nord-Süd-Verkehrsachse zwischen Deutschland und Italien. Im 19. Jahrhundert wurde das Thermalwasser aus der Taminaschlucht nach Ragaz geleitet, was den Aufstieg zum Kurort einleitete. Die Umbenennung in Bad Ragaz erfolgte 1937.
Bad Ragaz ist bekannt für seine historische Bäderkultur, darunter das Alte Bad Pfäfers in der Taminaschlucht, das als ältester barocker Bäderbau der Schweiz gilt. Die Ruine der Burg Freudenberg aus dem 13. Jahrhundert und die neugotische Evangelische Kirche zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Berühmte Gäste wie Johanna Spyri und Rainer Maria Rilke hinterließen hier Spuren. Seit 2000 findet alle drei Jahre die internationale Skulpturen-Triennale Bad RagARTz statt, die das Ortsbild mit Kunstwerken prägt.