Pfäfers liegt im Kanton St. Gallen auf einem Plateau über der Rheinebene, wo das Taminatal beginnt. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortschaften wie Valens, Vättis und St. Margrethenberg, die sich über große Höhenunterschiede erstrecken – von der Taminaschlucht bis zum Ringelspitz. Im Tal prägen Wälder, Wiesen und Stauseen wie Gigerwald und Mapragg das Bild, während auf den Höhenlagen etwa die Festung Furggels thront.
Die Geschichte Pfäfers ist eng mit dem 730 oder 750 gegründeten Benediktinerkloster verbunden, das über Jahrhunderte die Region prägte. Erste schriftliche Erwähnungen des Ortes stammen aus dem 8. Jahrhundert, der Name geht vermutlich auf einen „Bohnenacker“ zurück. Das Thermalwasser der Taminaquelle wurde bereits im Mittelalter genutzt, und die Abtei baute eine eigene Kirche. Später entstanden Bergwerke, eine psychiatrische Klinik und Kraftwerke, die das Tal wirtschaftlich veränderten.
Heute lebt Pfäfers von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und dem Gesundheitswesen, etwa der Klinik St. Pirminsberg. Wanderwege führen in die umliegenden Täler, im Winter locken Skilifte und Langlaufloipen. Die Festung Furggels und das Drachenloch mit seinen steinzeitlichen Spuren zeugen von der langen Besiedlung, während die Kraftwerke und Kliniken die moderne Entwicklung zeigen.