Bad Säckingen liegt im Südwesten Baden-Württembergs am Hochrhein, der hier die Grenze zur Schweiz bildet. Die Stadt schmiegt sich an den südlichen Rand des Hotzenwalds, eines Ausläufers des Schwarzwalds, und umfasst auch einen Teil der Fridolininsel im Rhein. Diese Insel war lange umstritten, bis ein Staatsvertrag ihre Zugehörigkeit zu Deutschland festlegte.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in römische Zeit zurück, als der Ort vermutlich Sanctio hieß. Urkundlich erstmals erwähnt wird sie 878 als Seckinga, doch der Name deutet auf eine ältere keltoromanische Bezeichnung hin. Im Mittelalter entstand um das Damenstift des heiligen Fridolin eine Siedlung, die unter habsburgische Herrschaft geriet. Die Äbtissinnen des Stifts prägten über Jahrhunderte das geistliche und politische Leben, bis die Stadt 1805 an Baden fiel.
Heute ist Bad Säckingen vor allem als Kurstadt bekannt. Die längste gedeckte Holzbrücke Europas verbindet die Stadt mit dem schweizerischen Stein. Das Fridolinsmünster, eine gotische Kirche, erinnert an den Stadtpatron. Die Holzbrücke trägt zudem eine Gedenktafel an die Badische Revolution von 1848, als Freischärler hier in die Schweiz flohen. In der NS-Zeit setzte sich der Verleger Hermann Stratz mutig gegen das Regime ein.