Mumpf liegt im Schweizer Kanton Aargau, genauer im westlichen Fricktal am Hochrhein, direkt an der Grenze zu Deutschland. Das Dorf erstreckt sich in einem schmalen, fast zwei Kilometer langen Tal zwischen dem Rhein und den steilen Hängen des Tafeljuras. Der alte Dorfkern befindet sich im Osten, wo der Fischingerbach eine tiefe Schlucht bildet, gesäumt von markanten Bergen wie der Mumpferflue und dem Chriesiberg. Im Nordwesten grenzt Mumpf fast nahtlos an Wallbach, während im Norden die deutsche Gemeinde Bad Säckingen liegt.
Die Gegend war schon vor Jahrtausenden besiedelt, wie Funde aus der Steinzeit und ein römisches Kastell belegen. Der Name Mumpf geht auf eine lateinische Bezeichnung zurück und bedeutet „beim Eisenberg“. Über Jahrhunderte wechselten die Herrscher, von den Habsburgern bis zu den Eidgenossen, und das Dorf erlebte Kriege und Aufstände wie den Rappenkrieg. Wirtschaftlich prägten lange Zeit Landwirtschaft, Fischerei und Flösserei das Leben, bis der Rhein durch ein Kraftwerk aufgestaut wurde und die traditionellen Berufe verschwanden.
Heute ist Mumpf vor allem für seine historische Kirche St. Martin bekannt, die auf das 14. Jahrhundert zurückgeht, sowie für das Dorfmuseum, das im alten Dreschschopf untergebracht ist. Ein besonderes Bauwerk ist der Strompfeiler im Rhein, ein Relikt aus der Frühzeit der Elektrifizierung. Das Dorf lebt heute von Gewerbe und Dienstleistungen, während die Umgebung mit Wanderwegen und dem nahen Rhein zu Erholung einlädt.