Baeza liegt in Andalusien, etwa fünfzig Kilometer nordöstlich der Stadt Jaén. Eingebettet in eine hügelige Landschaft, gehört sie zur gleichnamigen Provinz und ist Teil einer Region, die für ihre historischen Schätze bekannt ist.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Antike zurück, als sie unter dem Namen Beatia von den keltiberischen Oretani besiedelt wurde. Später wurde sie ein wichtiger Bischofssitz in der römischen Provinz Hispania Tarraconensis. Nach der arabischen Eroberung wechselte Baeza mehrfach die Herrschaft: Sie gehörte zum Kalifat von Córdoba, zum Taifa-Emirat Sevilla und schließlich zum Nasridenreich von Granada, bevor sie endgültig unter kastilische Kontrolle geriet.
Heute besticht Baeza durch sein geschlossenes Altstadtensemble im Renaissance-Stil, das seit 2003 zum UNESCO-Welterbe zählt. Besonders sehenswert sind die Kathedrale, der Palacio del Jabalquinto mit seinen architektonischen Mischformen und der Löwenbrunnen an der Plaza del Populo. Die Stadt beherbergt zudem eine Polizeiakademie der Guardia Civil und eine Niederlassung der Universidad Internacional de Andalucía, die nach dem Dichter Antonio Machado benannt ist, der hier einst lebte.