Barzio liegt eingebettet in einer Mulde der Valsassinese-Hochebene, umgeben von den Ausläufern der Grigna und geschützt zwischen dem Hügel von Balisio und den Chiuse di Introbio. Die Gemeinde umfasst auch den Ortsteil Concenedo und gilt als wichtigster Tourismusort im Valsassina. Eine Seilbahn verbindet den Ort seit den 1960er Jahren mit den Skigebieten Piani di Bobbio und Valtorta und ist damit die nächste Skipiste für Mailand und die Brianza.
Schon in der Römerzeit führte die Via Spluga durch Barzio, die Mailand mit dem Splügenpass verband. Im Mittelalter folgten die Statuten der Gemeinschaft des Valsassinese, und als Lehen der Familie Della Torre wurde der Ort später an Facino Cane und Gian Giacomo Medici vergeben. Im 16. Jahrhundert lebten hier nur wenige Hundert Menschen in einfachen Holzhäusern, doch mit dem wirtschaftlichen Aufschwung entstanden Villen und später Apartmenthäuser für den Massentourismus.
Besonders bekannt ist Barzio für seine Pfarrkirche Sant’Alessandro martire und das Museum Medardo Rosso. Das Wohnhaus der Familie Alessandro Manzoni, der Palazzo Manzoni, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Zu den Persönlichkeiten des Ortes zählen der Blumenmaler Alexander Arrigoni und der Bildhauer Medardo Rosso, der hier zwar nicht geboren wurde, aber in Mailand starb.