Pasturo liegt in der Lombardei, etwa elf Kilometer nördlich von Lecco und sechzig Kilometer nordöstlich von Mailand. Die Gemeinde erstreckt sich über mehr als zweitausend Hektar und grenzt an Ballabio, Barzio, Cremeno, Esino Lario, Introbio, Mandello del Lario und Primaluna.
Schon in der Antike gehörte Pasturo zum Valsassina und wurde später im 15. Jahrhundert von Mailänder Herzögen in Besitz genommen. Im 16. Jahrhundert erscheint der Ort in Steuerregistern und wurde als Teil der Verwaltungseinheit Squadra di Mezzo geführt. Nach der Vereinigung Italiens wurde Pasturo verschiedenen Verwaltungsbezirken zugeordnet, bis es schließlich in die heutige Provinz Lecco eingegliedert wurde.
Im Ortszentrum steht die Kirche Sant’Eusebio mit einem Glockenturm und historischen Fresken, darunter eine Darstellung des Heiligen Julian. Vor dem Platz erhebt sich das Rathaus neben der Wallfahrtskirche Madonna della Cintura. Im Ortsteil Baiedo finden sich die Ruinen der Rocca di Baiedo, einer einst bedeutenden Burg, die von den Della Torre und später von den Visconti kontrolliert wurde. Die Burg wurde im 15. Jahrhundert belagert und schließlich zerstört. Heute prägen die Überreste der Festung und die Käsefabrik Mauri das Bild des Ortes.