Bayeux liegt im Département Calvados in der Normandie, am Fluss Aure und nur wenige Kilometer von der Küste des Ärmelkanals entfernt. Die Stadt ist etwa dreißig Kilometer von Caen entfernt und liegt an einer wichtigen Verkehrsachline. Mit ihrer gut erhaltenen historischen Struktur ist sie ein bedeutendes kulturelles Zentrum der Region.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Zeit der keltischen Baiokassen zurück, die ihr den Namen gaben. Als Augustodurum war sie später ein wichtiger römischer Ort. Im Mittelalter wurde sie nach Zerstörungen durch die Normannen wieder aufgebaut, und der normannische Bischof Odo von Bayeux ließ die Kathedrale Notre-Dame errichten. Die Stadt überstand Kriege wie den Hundertjährigen Krieg und die Reformation, bis sie im Zweiten Weltkrieg als eine der ersten französischen Städte von den Alliierten befreit wurde.
Heute ist Bayeux vor allem für seine mittelalterliche Kathedrale und den berühmten Teppich von Bayeux bekannt, der die normannische Eroberung Englands darstellt. Das Museum zur Landung der Alliierten erinnert an die Ereignisse des D-Day. Die Stadt ist zudem ein Ort der Erinnerungskultur, etwa durch das Mahnmal für gefallene Journalisten. Persönlichkeiten wie der Dichter Alain Chartier oder der Widerstandskämpfer Paul Le Caër prägten die Geschichte der Stadt.