Beaune liegt im Département Côte-d’Or in der Region Bourgogne-Franche-Comté und ist das Zentrum des berühmten Weinbaugebiets Côte de Beaune. Die Stadt wird vom kleinen Fluss Bouzaise durchflossen und ist an die wichtige Bahnstrecke zwischen Paris und Marseille angebunden. Mit ihrer malerischen Altstadt und der gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer prägt sie das Bild der burgundischen Landschaft.
Schon in vorrömischer Zeit war die Gegend ein keltisches Heiligtum, später ein römischer Kultort. Im Jahr 1203 erhielt Beaune durch den burgundischen Herzog Odo III. Stadtrechte. Als Residenzstadt der Herzöge von Burgund erlebte sie im Spätmittelalter und in der Renaissance eine Blütezeit, die sich in prächtigen Bauwerken widerspiegelt. Nach dem Tod des letzten burgundischen Herzogs Karl des Kühnen wurde die Stadt 1477 von den französischen Truppen Ludwigs XI. eingenommen.
Heute ist Beaune vor allem als „Weinhauptstadt“ Burgunds bekannt. Die Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert umschließt die Altstadt und beherbergt in ihren Bastionen historische Weinkeller. Das Hôtel-Dieu, ein mittelalterliches Hospital, und die romanische Basilika Notre-Dame mit ihren berühmten Wandteppichen sind bedeutende Sehenswürdigkeiten. Jährlich zieht das Festival International d’Opéra Baroque mit alter Musik Tausende Besucher an, während das Weinfest Les Trois Glorieuses de Bourgogne die Tradition des Weinbaus feiert.