Bělčice liegt im südböhmischen Hügelland auf einer Hochfläche über dem Tal des Baches Závišínský potok. Die Landschaft ist geprägt von bewaldeten Hügeln wie dem Stráž mit 638 Metern oder der Špalková hora, die sich bis zu 620 Meter erheben. Mehrere Teiche umgeben den Ort, darunter der Velký bělčický rybník im Südwesten und der Hluboký rybník im Nordwesten. Die Staatsstraße II/174 verbindet Bělčice mit Lnáře und Březnice, während die Bahnstrecke Březnice–Strakonice am östlichen Ortsrand durch das Tal verläuft.
Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1243, als Petr von Bělčice als Besitzer genannt wird. Zuvor soll das Dorf bereits im 12. Jahrhundert an ein Spital in Strakonice geschenkt worden sein. Im 14. Jahrhundert wechselten die Besitzer häufig, darunter Mitglieder der Familien von Lochovice und von Těchařovice. Während der Hussitenkriege wurde Bělčice 1421 niedergebrannt, doch bald darauf wiederaufgebaut. 1484 erhob Jindřich Jeptiška von Běšin den Ort zum Städtchen und verlieh ihm städtische Privilegien.
Heute ist Bělčice vor allem für seine historische Feste und die barocke Kirche bekannt. Das Städtchen bewahrt noch immer sein originales Stadtwappen, das ihm 1556 verliehen wurde. Die Umgebung mit ihren Hügeln und Teichen lädt zu Wanderungen ein, während die malerische Lage zwischen den Bergen und Gewässern den Ort zu einem ruhigen Rückzugsort macht.