Březnice liegt im Süden Böhmens, etwa fünfzehn Kilometer südlich von Příbram an der Vlčava. Die Stadt breitet sich in einer von Wäldern und sanften Hügeln geprägten Landschaft aus. Mit ihren rund dreitausend Einwohnern ist sie ein überschaubarer Ort mit historischem Kern.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen weiter zurück als die erste schriftliche Erwähnung aus dem Jahr. Damals stand hier eine Festung der Herren von Březnice, um die sich eine Siedlung entwickelte. Die Lage an einer wichtigen Handelsroute stärkte die Bedeutung der Familie, die sogar Mitglieder in den Königsrat entsandte. Später wechselten die Besitzer häufig, darunter ein hussitischer Münzmeister und katholische Adlige, die eine Jesuitenmission gründeten. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt zur Wehrstadt erhoben und entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum.
Heute prägen barocke Bauwerke wie das Jesuitenkolleg und die Kirche St. Franziskus und Ignatius das Bild. Das Schloss mit seiner Kapelle und der jüdische Friedhof in Lokšany zeugen von der wechselvollen Geschichte. Persönlichkeiten wie der Historiker Ignác Cornova oder der Komponist Jan Antonín Koželuh stammen aus Březnice. Die Umgebung mit der Ruine Hrochův Hrádek bei Gutwasser lädt zu Ausflügen ein.