Bellano liegt am östlichen Ufer des Comer Sees, dort wo das Valsassina in den See mündet. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Bonzeno und Pendaglio und grenzt an Dervio, Perledo und San Siro. Die Pioverna durchfließt das Gebiet und bildet kurz vor ihrer Mündung eine enge Schlucht.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen möglicherweise bis in die Römerzeit zurück, als die Via Spluga hier vorbeiführte. Im Mittelalter stand Bellano unter der Herrschaft des Erzbischofs von Mailand, später wechselten die Besitzer zwischen den Familien Torriani und Visconti. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum mit eigenen Statuten und einer blühenden Kultur, bis sie im 15. Jahrhundert an Adelsfamilien verpfändet wurde. Trotz Kriegen, Seuchen und Plünderungen blieb Bellano ein kultureller Ort, besonders während der Renaissance.
Heute prägen die mittelalterliche Pfarrkirche Santi Nazario e Celso und die tiefe Schlucht Orrido di Bellano das Bild. Die Gemeinde ist bekannt für ihre literarischen und sportlichen Persönlichkeiten wie den Schriftsteller Tommaso Grossi oder den Radrennfahrer Gianluca Brambilla. Seit 2021 gehört Bellano zu den schönsten Orten Italiens.