Perledo liegt am Ostufer des Comer Sees, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Lecco und 60 Kilometer nördlich von Mailand. Die Gemeinde grenzt an Bellano, Esino Lario, Menaggio, Parlasco, San Siro und Varenna. Zu Perledo gehören mehrere Ortsteile wie Tondello, Olivedo, Vezio und Regolo. Die Landschaft wird vom See geprägt, während sich im Hinterland sanfte Hügel erheben.
Erstmals erwähnt wurde Perledo im Jahr 769 als Teil eines kleinen Dorfes, das mit Varenna verbunden war. Im 12. Jahrhundert wurde die alte Pieve von Varenna aufgeteilt, wobei Perledo der Gerichtsbarkeit der Valsassina unterstellt blieb. Später gehörte das Gebiet verschiedenen Adelsfamilien wie den Della Torre und den Visconti, bevor es 1395 dem Herzogtum Mailand eingegliedert wurde. Im 20. Jahrhundert fanden sich auf dem Monte Sant’Ambrogio nicht explodierte Bomben in der Nähe eines dem Heiligen geweihten Oratoriums.
Perledo ist bekannt für seine historischen Kirchen, darunter San Martino di Tours mit romanischen Elementen und San Bernardo mit einem Altarbild aus dem 17. Jahrhundert. Die Wallfahrtskirche Beata Vergine delle Grazie in Gittana zieht Besucher an. Besonders sehenswert ist das Schloss Vezio, eine Befestigung mit Turm, Zugbrücke und Stollen, die heute Falknereivorführungen beherbergt. Die alte Mühle aus dem 16. Jahrhundert am Sentiero del Viandante diente einst der Mehlherstellung und ist heute ein kultureller Treffpunkt. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Umberto Notari oder der Erzbischof Franco Festorazzi stammen aus Perledo.