Bellikon liegt im Schweizer Kanton Aargau am Südwesthang des Heitersbergs, hoch über dem Reusstal. Das Dorf erstreckt sich auf einem kleinen Plateau, während der Ortsteil Hausen etwa einen Kilometer nördlich auf 635 Metern Höhe liegt und heute mit Bellikon verwachsen ist. Einzelhöfe verteilen sich über das gesamte Gemeindegebiet, das sich von 500 Metern an der nordwestlichen Grenze bis 787 Metern auf dem Heitersbergkamm erstreckt. Nachbarorte sind unter anderem Remetschwil im Norden und Bergdietikon im Osten.
Schon in römischer Zeit führte eine wichtige Straße durch das heutige Bellikon, die das Legionslager Vindonissa mit Zürich verband. Bei Ausgrabungen fanden sich Spuren eines Gutshofs, der vom ersten bis vierten Jahrhundert bewohnt war. Alamannische Siedler rodeten im sechsten Jahrhundert große Waldflächen, und der Ortsname geht auf einen althochdeutschen Personennamen zurück. Bellikon gehörte später verschiedenen Klöstern und den Habsburgern, bis es 1803 mit Hausen fusionierte und Teil des Kantons Aargau wurde.
Das Schloss Bellikon, eine spätgotische Anlage aus dem 14. Jahrhundert, prägt das Ortsbild. Im alten Dorfkern sind historische Bauernhäuser erhalten, und die Gemeinde führt ein Wappen mit der Darstellung des Schlosses. Bellikon entwickelte sich von einem Bauerndorf zu einer wachsenden Gemeinde, nicht zuletzt durch die Eröffnung einer Rehabilitationsklinik der SUVA. Persönlichkeiten wie der Komponist Robert Blum oder der Skeletonfahrer Gregor Stähli lebten hier. Die landschaftliche Lage und die Nähe zu Zürich machen den Ort heute attraktiv.