Bremgarten liegt im unteren Reusstal im Kanton Aargau, etwa 15 Kilometer westlich von Zürich. Die Stadt wird auf drei Seiten von der Reuss umflossen, die hier in engen Schleifen durch eine von eiszeitlichen Schotterablagerungen geprägte Talebene fließt. Die Altstadt thront auf einer Moräne, die sich bis zu 30 Meter über das Tal erhebt. Mit Wäldern wie dem Bremgarterwald und der Nähe zu Hügeln wie dem Mutschellen bietet die Umgebung abwechslungsreiche Landschaften.
Die Stadt wurde von den Habsburgern gegründet und erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Im Mittelalter entwickelte sie sich zu einem befestigten Ort mit eigenem Stadtrecht und enger Verbindung zu Zürich. Als Teil der Grafschaft Baden erlebte Bremgarten politische Veränderungen, etwa während des Alten Zürichkriegs, als es eine Aufnahme in die Eidgenossenschaft ablehnte. Nach einer Phase im Kanton Baden gehört die Stadt seit 1803 zum Aargau.
Bremgartens verkehrsberuhigte Altstadt mit ihren vier Jahrmärkten, darunter der bekannte Christchindlimärt, zieht Besucher an. Die Reuss prägt das Stadtbild mit ihren Flusskurven und Halbinseln wie der Au oder Chesselboden. Neben der historischen Bedeutung als Kulturdenkmal nationaler Bedeutung ist Bremgarten auch Standort einer Schweizer Armee-Kaserne. Die Mischung aus mittelalterlichem Flair und moderner Infrastruktur macht die Stadt zu einem regionalen Zentrum.