Beuron liegt versteckt im engen Donautal zwischen steilen Kalksteinfelsen, wo die Donau sich tief in die Landschaft eingeschnitten hat. Der Ort ist das Herzstück des Naturparks Obere Donau und wird von dichten Wäldern umgeben, in denen Buchen und Eschen vorherrschen. Die Gemeinde umfasst neben dem Hauptort auch die Ortsteile Hausen im Tal, Langenbrunn, Neidingen und Thiergarten.
Schon in der Steinzeit war die Gegend besiedelt, wie Funde in Höhlen und an Felswänden belegen. Im Mittelalter taucht Beuron erstmals in einer Urkunde auf, als Besitz des Klosters St. Gallen. Später wurde es ein geistliches Territorium der Augustiner-Chorherren, bis die Säkularisation das Kloster beendete. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts kehrten Benediktinermönche zurück und machten den Ort zu einem Zentrum klösterlichen Lebens.
Heute ist Beuron vor allem durch seine Erzabtei bekannt, die als Mutterkloster der Beuroner Kongregation gilt. Die barocke Klosteranlage mit ihrer Bibliothek zieht Besucher an. Im Haus der Natur erfahren Gäste mehr über die Erdgeschichte der Region und die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Die steilen Felswände und das enge Donautal bieten Wanderern und Naturliebhabern ein beeindruckendes Panorama.