Biberach liegt im Mittleren Schwarzwald, eingebettet in ein von Wasserläufen geprägtes Tal. Mehrere Bäche wie Erlenbach, Prinzbach und Emmersbach münden hier in die Kinzig, die durch das Gemeindegebiet fließt. Der Ort befindet sich auf etwa 188 Metern Höhe und umfasst neben dem Hauptort den Ortsteil Prinzbach, der in einem Seitental liegt. Die Landschaft ist von Gneisgestein geprägt, das zu den ältesten Formationen des Schwarzwalds zählt.
Der Name Biberach könnte auf die vielen Biber in der Kinzig zurückgehen oder keltischen Ursprungs sein, doch bleibt seine Herkunft ungewiss. Urkundlich erstmals als „Biberaha“ erwähnt, gehörte der Ort lange zur Reichsstadt Zell am Harmersbach, bis er 1803 badisch wurde. Prinzbach hingegen stand unter der Herrschaft der Grafschaft Hohengeroldseck, bevor es ebenfalls badisch wurde. Die Flößerei auf der Kinzig prägte einst das Leben hier, bis die Eisenbahn sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts verdrängte.
Heute ist Biberach vor allem durch seine beiden katholischen Kirchen St. Blasius und St. Mauritius bekannt. Das Gemeindewappen zeigt eine Linde mit einem Biber, der ein Holzstück hält – ein Symbol für die Verbindung zum Schwarzwald und zur früheren Flößerei. Die Gemeinde pflegt ein eigenes Logo, das den Ort als Teil der malerischen Region bewirbt.