Seelbach liegt im Tal der Schutter, eingebettet zwischen den sanften Hügeln des mittleren Schwarzwalds. Südöstlich von Lahr und nördlich von Schuttertal breitet sich der staatlich anerkannte Luftkurort aus, am Fuße der markanten Burg Hohengeroldseck. Im Norden grenzt er an Friesenheim, im Osten an Biberach, im Süden an Schuttertal und Ettenheim, während im Westen Kippenheim und Lahr liegen.
Erstmals taucht Seelbach 1179 in einer Urkunde Papst Alexanders III. auf, als Besitz des Klosters St. Georgen. Die Herren von Lützelhardt und später von Geroldseck prägten lange Zeit die Geschicke des Ortes, der 1455 zum Marktflecken erhoben wurde. Nach dem Aussterben der Geroldsecker ging der Ort an die Grafen von der Leyen, die ihn bis ins 19. Jahrhundert regierten. Eingemeindungen wie Schönberg und Wittelbach erweiterten das Gemeindegebiet, bis Seelbach schließlich im Ortenaukreis aufging.
Die Gemeinde wird als „Ort der fünf Burgen“ bezeichnet, darunter die Ruinen von Hohengeroldseck und Lützelhardt. Im Ortskern beeindruckt das ehemalige Franziskanerkloster als Rathaus, während der Katharinenmarkt mit historischem Schauspiel alljährlich Tausende Besucher anlockt. Die Herberge zum Löwen auf dem Schönberg gilt als einer der ältesten Gasthöfe Deutschlands. Mit seiner Mischung aus Geschichte, Natur und lebendiger Kultur verbindet Seelbach Tradition und Moderne.