Biesenthal liegt im Landkreis Barnim in Brandenburg, eingebettet in eine von der Weichsel-Kaltzeit geprägte Landschaft. Im Südwesten der Stadt erstreckt sich das Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken mit seinen typischen Zungenbeckenseen. Der Ort ist Teil des Amtes Biesenthal-Barnim und umfasst neben der Kernstadt den Ortsteil Danewitz sowie mehrere Wohnplätze wie Dewinsee-Siedlung und Hellmühle.
Die Geschichte Biesenthals reicht bis in die slawische Zeit zurück, als die Region von den Askaniern erobert wurde. 1258 erstmals als Sitz einer Vogtei urkundlich erwähnt, erhielt der Ort 1315 das Stadtrecht und entwickelte sich zu einer Ackerbürgerstadt. Eine Burg entstand, die später von der Familie von Arnim bewohnt wurde, bis sie im Dreißigjährigen Krieg verfiel. Brände und die Pest prägten die Stadtgeschichte, doch Biesenthal erholte sich immer wieder und erlebte durch Handel, Handwerk und später durch den Bahnanschluss einen Aufschwung.
Heute prägen die Reste der Burg auf dem Schlossberg das Stadtbild, ebenso wie der Kaiser-Friedrich-Turm, der als Aussichtspunkt dient. Der Große Wukensee mit seinem Strandbad und der Stadtpark bieten Erholungsmöglichkeiten. Die Stadt erinnert mit Gedenktafeln an die Zerstörung des jüdischen Friedhofs in der NS-Zeit und an die Opfer des Krieges. Die historische Altstadt mit ihren Stall- und Wirtschaftsgebäuden zeugt noch heute von der einstigen Ackerbürgertradition.