Birsfelden liegt im Kanton Basel-Landschaft am Zusammenfluss von Birs und Rhein, nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde ist die tiefstgelegene des Kantons, wobei der tiefste Punkt an der Birsmündung sogar unter dem Rheinpegel liegt. Im Norden und Osten grenzt sie an Basel-Stadt und deutsche Gebiete, während sie im Süden und Westen an Muttenz anschließt. Ein Großteil der Fläche wird von Siedlungen eingenommen, während Landwirtschaft und ein kleiner Waldrest den Rest prägen.
Frühe Spuren wie römische Wartenreste und bronzezeitliche Funde belegen eine lange Besiedlung an der Birsmündung. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zum Birsfelder Hof, der später unter der Herrschaft der Grafen von Homberg und des Basler Klosters St. Alban stand. Erst der Bau einer Holzbrücke über die Birs im 15. Jahrhundert brachte eine kleine Siedlung hervor, doch der eigentliche Aufschwung begann nach der Teilung des Kantons Basel, als Birsfelden zum Zollort wurde. Lange war der Ort Teil von Muttenz, bis er sich 1874 als eigenständige Gemeinde etablierte. Wirtschaftlich profitierte Birsfelden von seiner Lage nahe dem Industriegebiet St. Albantal und wurde später durch den Basler Flughafen auf dem Sternenfeld mit dem europäischen Luftverkehr verbunden.
Heute prägen Industrie und Verkehr das Bild, etwa durch den Rheinhafen und das Kraftwerk mit seinen Schleusen. Das Vitra Center mit seiner markanten Architektur von Frank Gehry ist ein international bekannter Anziehungspunkt. Das Naherholungsgebiet Birsköpfli und die Bruderklausenkirche, entworfen von Hermann Baur, zeigen die Verbindung von Natur und moderner Baukunst. Persönlichkeiten wie der Vater von Anne Frank oder der Pianist Karl Engel haben hier gelebt oder sind mit dem Ort verbunden. Auch kulturell bietet Birsfelden mit dem ROXY-Kino und dem Piazzetta-Platz vielfältige Möglichkeiten.