Münchenstein liegt im Kanton Basel-Landschaft direkt an der Grenze zur Stadt Basel und erstreckt sich beiderseits der Birs auf 297 Metern Höhe. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Münchenstein Dorf, Neumünchenstein sowie Neuewelt und Brüglingen. Sie grenzt im Norden an Basel und zählt weitere Nachbargemeinden wie Muttenz, Arlesheim und Reinach. Das Gemeindegebiet umfasst 718 Hektar, wobei mehr als die Hälfte aus Siedlungsflächen besteht, gefolgt von Wäldern, Landwirtschaftsgebieten und einem kleinen Anteil unproduktiver Flächen.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1196 unter dem Namen Kekingen, später als Geckingen. Der heutige Name Münchenstein tauchte 1295 auf und verweist auf die Burg der bischöflichen Dienstleute aus dem Geschlecht der Münch, die auf einem Felsen stand. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach, bis die Burg 1470 an Basel verpfändet wurde. Die Pfarrkirche St. Bartholomäus entstand Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts, der Kirchturm wurde 1612 hinzugefügt. Ein schweres Erdbeben 1356 beschädigte auch Münchenstein, doch die Burg wurde wiederaufgebaut.
Heute prägen moderne Bauwerke wie das von Herzog & de Meuron gestaltete Schaulager, die Villa Merian mit ihrem englischen Garten und das Kunstmuseum das Bild. Die Gemeinde ist Standort wichtiger Bildungseinrichtungen, darunter ein Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz und das Departement für Sport der Universität Basel. Bekannt wurde Münchenstein auch durch das Eisenbahnunglück von 1891, bei dem die von Gustave Eiffel erbaute Brücke einstürzte. Die Gemeinde erhielt 2024 den Wakkerpreis für ihre städtebauliche Entwicklung.