Blaustein liegt im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg, eingebettet zwischen dem Hochsträß, dem Blautal und dem Lautertal. Die Stadt erstreckt sich auf einer Höhe zwischen 490 und 690 Metern und wird von den Flüssen Blau und Lauter durchflossen. Sie grenzt im Nordosten an Dornstadt, im Südosten an Ulm, im Westen an Blaubeuren und im Nordwesten an Berghülen. Mit ihren zehn Ortsteilen – darunter Arnegg, Bermaringen, Dietingen und Ehrenstein – vereint sie landschaftliche Vielfalt mit städtischer Entwicklung.
Die Wurzeln Blausteins reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, als bei Ehrenstein ein Dorf entstand, das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die heutige Stadt formte sich erst 1968 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Ehrenstein und Klingenstein. Später kamen weitere Ortsteile hinzu, darunter 1974 Bermaringen und Wippingen. Bis 1810 war das Gebiet in zahlreiche Herrschaften zersplittert, darunter Klöster, Reichsstädte und Adelsfamilien. Die Eisenbahnlinie Ulm–Sigmaringen, 1868 eröffnet, brachte Industrie und veränderte den Charakter der Dörfer, besonders in Ehrenstein, Klingenstein und Herrlingen.
Blaustein prägt ein lebendiges Nebeneinander von Geschichte und Moderne. In Arnegg zeugen die Ruine des gleichnamigen Schlosses, die Marienkirche und das ehemalige Amtshaus von der Vergangenheit. Ehrenstein bewahrt Spuren römischer Besiedlung und mittelalterlicher Burgen, während die neue Kirche St. Martin am Marktplatz spätgotische Kunstwerke aufnimmt. Die Landschaft um das Blautal und das Kleine Lautertal mit seinen Naturschutzgebieten lädt zu Wanderungen ein. Seit 2014 trägt Blaustein offiziell den Titel Stadt und verbindet damit gewachsene Dorfstrukturen mit städtischem Leben.