Ulm liegt an der Donau im Südosten der Schwäbischen Alb und am Nordrand Oberschwabens, direkt an der Grenze zu Bayern. Die Stadt bildet einen eigenen Stadtkreis und ist umgeben vom Alb-Donau-Kreis. Das Stadtgebiet erstreckt sich von etwa 459 Metern an der Donau bis auf 646 Meter im Salenhauwald, wobei das historische Zentrum an der Mündung von Blau und Iller in die Donau liegt. Mit Neu-Ulm bildet Ulm eine länderübergreifende Doppelstadt, die auch als Zweilandstadt bezeichnet wird.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ulm im Jahr 854, doch schon in der Römerzeit war die Gegend ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Als Königspfalz und spätere Reichsstadt entwickelte sie sich zu einem bedeutenden Handelszentrum. Nach wechselnder Zugehörigkeit zu Bayern und Württemberg ist Ulm heute Teil Baden-Württembergs. Besonders prägend war die Auswanderungsbewegung der Donauschwaben, die im 17. und 19. Jahrhundert von Ulm aus in Richtung Südosteuropa aufbrachen.
Ulm ist bekannt für sein gotisches Münster, dessen Kirchturm lange der höchste der Welt war. Die Stadt pflegt eine lange bürgerliche Tradition, darunter die älteste deutsche Stadtverfassung. Berühmte Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Sophie und Hans Scholl sowie Hildegard Knef stammen aus Ulm. Das Internationale Donaufest und das Donauschwäbische Zentralmuseum spiegeln die Verbindung zu Südosteuropa wider.