Bobenthal liegt im Südwesten von Rheinland-Pfalz, direkt an der Grenze zu Frankreich und ist Teil des Naturparks Pfälzerwald. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort mit etwa zweihundertfünfzig Einwohnern und dem fünf Kilometer entfernten Ortsteil Sankt Germanshof mit rund vierzig Bewohnern. Im Norden grenzt sie an Bundenthal, im Osten an Erlenbach bei Dahn und im Süden an französische Gemeinden wie Wissembourg. Die Landschaft ist geprägt von Buntsandsteinfelsen und dem Oberen Mundatwald, während der Bobenthaler Knopf mit fünfhundertvierunddreißig Metern Höhe die höchste Erhebung der Region bildet. Die Wieslauter durchfließt den Ort und mündet in mehrere Nebenbäche.
Erstmals erwähnt wurde Bobenthal im Jahr 1316, doch prägend war die Zeit unter Ritter Hans von Trotha, der im 15. Jahrhundert die Wieslauter aufstaute und damit eine Fehde mit dem Kloster Weißenburg auslöste. Landesherrlich gehörte der Ort lange zur Fürstpropstei Weißenburg, bevor er nach wechselnden Zugehörigkeiten wie Bayern und Österreich schließlich 1939 dem Landkreis Pirmasens zugeordnet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bobenthal Teil von Rheinland-Pfalz und 1972 der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland angegliedert.
Der historische Ortskern mit Fachwerkhäusern und einer stillgelegten Mühle prägt das Bild. Die katholische Kirche St. Michael aus dem 19. Jahrhundert beherbergt eine Rokoko-Kanzel und eine denkmalgeschützte Orgel. In der Umgebung finden sich Rittersteine, die an historische Ereignisse erinnern, sowie Reste eines keltischen Ringwalls. Der Ortsteil Sankt Germanshof war einst Standort eines deutsch-französischen Grenzübergangs, heute ist das Europadenkmal an der Grenze ein Symbol der Verbundenheit. Wanderwege wie der Pfälzer Waldpfad führen durch die Gemarkung, die zum Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gehört.