Bobingen liegt etwa zwölf Kilometer südlich von Augsburg zwischen den Flüssen Wertach und Singold, eingebettet in den Naturpark Augsburg-Westliche Wälder. Die Stadt grenzt im Norden an den Augsburger Stadtteil Inningen und im Nordosten an Königsbrunn, während im Süden und Südwesten ländlich geprägte Gebiete wie das Lechfeld folgen. Mit seinen sechs Gemeindeteilen erstreckt es sich über eine abwechslungsreiche Landschaft.
Der Name geht auf den alemannischen Siedler Pobo zurück, der um 506 hier lebte. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 933, als Bobingen in der Vita S. Udalrici als Pobinga auftaucht. Jahrhundertelang gehörte der Ort zum Hochstift Augsburg, bis er 1803 an Bayern fiel. Wirtschaftlich prägten zunächst Landwirtschaft und Handwerk, später Industrie wie die Kunstseidefabrik von 1899 und die Sprengstoffproduktion während des Zweiten Weltkriegs.
Heute ist Bobingen vor allem als Standort des Industrieparks Werk Bobingen bekannt, wo Chemieunternehmen wie Trevira und Johns Manville produzieren. Die Singoldhalle dient als kultureller Mittelpunkt, und die Eingemeindungen der 1970er-Jahre erweiterten das Stadtgebiet. Die Büble-Sage erzählt von einem listigen Bobinger, der mit einem Trick einem Advokaten entging – eine lokale Legende, die bis heute erzählt wird.