Schwabmünchen liegt im schwäbischen Teil Bayerns, etwa 24 Kilometer südlich von Augsburg, eingebettet zwischen den Flüssen Lech und Wertach am westlichen Rand des Lechfeldes. Die Singold durchfließt die Stadt, während der Feldgießgraben als Hochwasserumleitung dient. Im Westen erheben sich die Westlichen Wälder, Teil der Stauden, in etwa fünf Kilometer Entfernung. Die Nachbargemeinden sind Großaitingen, Graben, Untermeitingen, Langerringen, Hiltenfingen und Scherstetten.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in keltische, römische und alemannische Zeit zurück. Archäologische Funde belegen ein großes römisches Töpferdorf namens Rapis, das im ersten Jahrhundert nach Christus entstand und bis zu seiner Zerstörung im dritten Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum der Keramikproduktion war. Später gehörte der Ort zum Augsburger Hochstift und wurde 954 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter entstand in Schwabegg die Haldenburg als Fluchtburg gegen Ungarneinfälle. 1562 erhielt Schwabmünchen Marktrechte und ein Wappen. Unter bayerischer Herrschaft wurde es Sitz eines Landgerichts, bevor es im 20. Jahrhundert durch Bahnanschluss und Industrialisierung weiter wuchs.
Heute prägen historische Bauwerke wie die „Hexentürmchen“, ein Tor der ehemaligen bischöflichen Straßvogtei, das Stadtbild. Die Eingemeindungen der umliegenden Dörfer Birkach, Klimmach, Mittelstetten und Schwabegg erweiterten das Stadtgebiet. Klimmach ist zudem ein wichtiger Wallfahrtsort in der Diözese Augsburg. Eine Städtepartnerschaft verbindet Schwabmünchen seit 1975 mit der französischen Stadt Giromagny.