Böblingen liegt am Nordostrand des Oberen Gäus, eingebettet in die Ausläufer des Schönbuchs. Die Stadt ist umgeben von den Nachbarorten Leinfelden-Echterdingen, Schönaich, Holzgerlingen, Ehningen und Sindelfingen. Ohne bedeutende Flüsse durchflossen zu werden, prägt die Schwippe als kleinstes Fließgewässer das Gebiet, während der höchste Punkt auf dem ehemaligen Müllberg, heute „Solar Hill“ genannt, bei 552 Metern liegt.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, doch der Name Böblingen taucht erst im Mittelalter um das Jahr auf. Alemannische Adelige prägten den Ortsnamen, bevor die Pfalzgrafen von Tübingen im 13. Jahrhundert die Stadt nach einem klaren Plan anlegten. Später fiel sie an Württemberg und wurde Sitz eines Oberamtes. Ein dunkles Kapitel der Geschichte war die Schlacht im Bauernkrieg, in der Tausende Bauern vernichtend geschlagen wurden.
Heute ist Böblingen vor allem als Standort des Militärflughafens bekannt, der im Ersten Weltkrieg entstand. Die Stadt verbindet historische Bauten wie das zerstörte Schloss mit moderner Industrie, darunter einst bedeutende Fabriken für chemische Erzeugnisse und Textilien. Zusammen mit Sindelfingen bildet sie ein wirtschaftliches Zentrum, umgeben von ausgedehnten Wäldern und Schutzgebieten wie dem Glemswald.