Aidlingen liegt im Heckengäu, einer hügeligen Landschaft im Landkreis Böblingen. Der Ort wird vom Bach Aid durchflossen, der aus dem Zusammenfluss von Aischbach und Irm entsteht, bevor er in die Würm mündet. Die Gemeinde umfasst die Ortsteile Aidlingen, Dachtel, Deufringen und Lehenweiler, die durch Eingliederungen in den 1970er Jahren entstanden. Dachtel und Deufringen bilden jeweils eigene Ortschaften mit eigenem Rat.
Erstmals erwähnt wurde Aidlingen im Jahr 843 durch Besitz des Klosters Reichenau. Im Mittelalter gehörte der Ort zu Württemberg und war Sitz von Ortsadligen. Die Nikolaikirche, eine Wehrkirche aus dem 15. Jahrhundert, prägt bis heute das Ortsbild. Wirtschaftlich lebte Aidlingen lange von Feldbau, Handwerk und kleinen Gewerbebetrieben wie Mühlen und einer Wollspinnerei. Später kamen ein Diakonissenmutterhaus und moderne Infrastruktur hinzu.
Besonders bekannt ist Aidlingen für seine gut erhaltenen Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Nikolaikirche und die Vituskirche in Deufringen mit ihren historischen Kunstschätzen sind sehenswert. Das Schloss Deufringen und die Naturschutzgebiete wie der Venusberg laden zu Wanderungen ein. Ein Heimatmuseum in Dachtel zeigt ländliches Leben vergangener Zeiten. Die Gemeinde wirbt mit dem Slogan „Die Perle des Heckengäus“.