Bodenfelde liegt versteckt zwischen den bewaldeten Höhenzügen Solling und Reinhardswald im Weserbergland. Der Ort schmiegt sich an einen großen Weser-Mäander, wo der Reiherbach in den Fluss mündet. Die Landschaft ist geprägt von waldreichen Bergen, deren höchste Erhebungen wie der Hilmersberg und die Kaltewarte sich nordöstlich erheben. Mit etwa 20 Quadratkilometern ist Bodenfelde die kleinste Gemeinde im Landkreis Northeim.
Seine Geschichte beginnt früh: Schon im frühen 9. Jahrhundert taucht der Ort in Urkunden auf, zunächst als Budinisvelt. Damals ging es vor allem um Solequellen, die dem Kloster Corvey gehörten und später an Lippoldsberg übergingen. Bodenfelde lag an der Grenze der Grafschaft Dassel und diente als Zollstation. Die Salzgewinnung prägte den Ort über Jahrhunderte, bis sie 1680 endete. Waldglashütten und später eine Spiegelglashütte brachten weitere wirtschaftliche Impulse, bevor die Glasproduktion im 20. Jahrhundert eingestellt wurde.
Heute ist Bodenfelde vor allem für seine Industrie bekannt: Das Holzverkohlungsunternehmen proFagus produziert hier Grillholzkohle und verwertet die Nebenprodukte weiter. Die Christuskirche mit ihrem mittelalterlichen Turm und neuromanischem Schiff steht als sichtbares Zeichen der Ortsgeschichte. Der Weserhafen und die Anbindung an Rad- und Wanderwege machen den Ort zu einem Ziel für Touristen. Die Einheitsgemeinde umfasst auch die Ortsteile Wahmbeck, Nienover und Amelith.