Bolanden liegt im Donnersbergkreis in der Pfalz, eingebettet zwischen dem Nordpfälzer Bergland und den Bolander Randhöhen. Nur wenige Kilometer entfernt erhebt sich der Donnersberg, während die Kreisstadt Kirchheimbolanden im Norden liegt. Die Gemeinde umfasst neben dem Kernort auch die Ortsteile Bolanderhof und Weierhof sowie kleinere Wohnplätze. Durch das Gebiet fließen mehrere Bäche wie der Gerbach und der Gutleutbach, während sich im Osten die Hügelkette Hungerberg bis auf über dreihundert Meter erhebt.
Die Geschichte Bolandens reicht bis zu den Bandkeramikern zurück, die vor Jahrtausenden am Weierhof siedelten. Im frühen 12. Jahrhundert entstand hier die Burg Altenbolanden und das Kloster Hane, das später nach Kirchheim verlegt wurde. Die Herren von Bolanden prägten über Jahrhunderte die Region, bis ihr Geschlecht im 14. Jahrhundert ausstarb. Im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde der Ort mehrfach zerstört, doch die Ansiedlung mennonitischer Siedler aus der Schweiz gab ihm neuen Aufschwung. Nach wechselnden Herrschaften kam Bolanden schließlich zu Bayern und später zu Rheinland-Pfalz.
Heute ist Bolanden vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt, darunter die Ruine der Burg Neu-Bolanden und das romanisch-gotische Kloster Hane. Der Ort feiert alljährlich seine Kerwe mit einem ungewöhnlichen Brauch: Die „beerdigte“ Kerwe wird auf der Burgruine wieder ausgegraben. Vereine wie der Radsportverein RV Bolanden und der Mennonitische Geschichtsverein bereichern das kulturelle Leben, während die umliegenden Hügel und Bäche Wanderern und Naturliebhabern vielfältige Möglichkeiten bieten.