Kirchheimbolanden liegt im Südosten von Rheinland-Pfalz und ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde sowie Kreisstadt des Donnersbergkreises. Die Stadt befindet sich in der Pfalz, wo das Nordpfälzer Bergland in das östlich angrenzende Alzeyer Hügelland übergeht. Rund vier Kilometer nordöstlich erhebt sich der Donnersberg, während die Kernstadt auf 286 Metern Höhe liegt. Die Gemarkung umfasst weite Teile des Bürgerwaldes und reicht von 230 Metern im Gutleutbachtal bis zum 373 Meter hohen Kupferberg, von dem aus bei guter Sicht die Frankfurter Skyline sichtbar ist.
Erstmals sicher erwähnt wurde der Ort im Jahr 1099 unter dem Namen Kirchheim. Im 13. Jahrhundert gehörte er den Herren von Bolanden, später gelangte er durch Erbschaft an die Sponheimer Nebenlinie Sponheim-Bolanden-Dannenfels. 1368 erhob Graf Heinrich II. von Sponheim-Bolanden das Dorf zur Stadt und machte es zu seiner Residenz. Unter den Nassau-Weilburgern erlebte Kirchheimbolanden seine Blütezeit, besonders unter Carl August und Carl Christian sowie dessen musikalischer Gemahlin Karoline. Die Residenzzeit endete 1793 mit der Flucht Friedrich Wilhelms vor den französischen Revolutionstruppen.
Die Stadt prägt eine wechselvolle Geschichte als Residenzort, französischer Kantonhauptort und später bayerische Kreisstadt. Heute ist sie bekannt für ihre historische Peterskirche, in der Graf Adolf und seine Gemahlin bestattet sind. Die Umgebung mit dem Bürgerwald und dem Donnersberg bietet Wander- und Erholungsmöglichkeiten. Die Stadt wird mundartlich Kerchem genannt, ihre Einwohner Kerchemer. Ein besonderes Merkmal ist die hohe jährliche Sonnenscheindauer von rund 1940 Stunden, die auf einer lokalen Wetterstation gemessen wird.