Boppard liegt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, wo der Rhein eine markante Schleife bildet, den Bopparder Hamm. Die Stadt erstreckt sich über ein weitläufiges Gebiet mit ausgedehnten Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen, während der Fluss auf siebzehn Kilometern ihre östliche Grenze markiert. Mit 74 Metern über dem Meeresspiegel liegt sie tief im Tal, doch die Fleckertshöhe erreicht als höchste Erhebung 531 Meter. Als staatlich anerkannter Luftkurort profitiert sie von ihrem milden Klima und der reizvollen Landschaft zwischen Rhein und Hunsrück.
Die Wurzeln Boppards reichen bis in die Römerzeit zurück, als hier der Vicus Baudobriga entstand. Der keltische Name deutet auf eine ältere Besiedlung hin, doch erst unter römischer Herrschaft entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Handels- und Fischerdorf. Später wurde Boppard zum merowingischen Königssitz und erhielt früh den Status einer Reichsstadt. Die St.-Severus-Kirche entstand auf den Fundamenten eines römischen Militärbads, das nach einem Brand im fünften Jahrhundert wiederaufgebaut wurde.
Heute prägen Weinberge und historische Bauwerke das Bild der Stadt. Der Bopparder Hamm ist bekannt für sein Weinanbaugebiet, und die Stadt bewirbt sich als Luftkurort. Im Stadtwald gedeiht die seltene Bopparder Schleifenblume, während die Umgebung mit Naturschutzgebieten und dem FFH-Gebiet Mittelrhein lockt. Die St.-Severus-Kirche und die Überreste des römischen Kastells erinnern an die lange Geschichte, die bis in die Altsteinzeit zurückreicht.