Braubach liegt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal am rechten Rheinufer, etwa zehn Kilometer südlich von Koblenz. Der Ort ist eingebettet in das Rheinische Schiefergebirge, wo der Mühlbach zwei tiefe Täler in den Untergrund gegraben hat. Diese natürlichen Einschnitte boten nicht nur Wege zu den umliegenden Dörfern, sondern umschlossen auch einen isolierten Berg, der sich ideal für den Bau einer Burg eignete – die Marksburg. Mit über Einwohnern ist Braubach die größte Kommune der Verbandsgemeinde Loreley und gilt als Grundzentrum.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr, als ein Weinberg bei „Briubach super fluvium Reni“ an eine Bonner Kirche verschenkt wurde. Schon die Kelten hatten den Marksburgberg besiedelt, doch erst der Bau der Marksburg im frühen Mittelalter führte zur Entstehung einer städtischen Ansiedlung darunter. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach: Die Eppsteiner, die Grafen von Katzenelnbogen und später die Landgrafen von Hessen prägten die Entwicklung, bis Braubach schließlich Teil des Herzogtums Nassau und später Preußens wurde. Wirtschaftlich spielte der Weinbau eine frühe Rolle, während die Marksburg und später das Schloss Philippsburg die Geschichte des Ortes bestimmten.
Heute ist Braubach vor allem durch die Marksburg bekannt, die einzige unzerstörte Höhenburg am Mittelrhein. Das Schloss Philippsburg und die Altstadt zeugen von der fürstlichen Vergangenheit. Der Stadtteil Hinterwald mit seiner Zippenhainermühle gehört ebenfalls zur Stadt. Braubach verbindet seine historische Bedeutung mit einer landschaftlich reizvollen Lage im Welterbe Oberes Mittelrheintal.