Brechen liegt im südöstlichen Teil des Limburger Beckens, zwischen Taunus und Westerwald. Das waldarme Lösshügelland wird vom Emsbach durchzogen, der bei Niederbrechen den Wörsbach aufnimmt und zur Lahn entwässert. Die fruchtbaren Böden und das milde Klima prägen die als „Goldener Grund“ bekannte Landschaft. Die Gemeinde besteht aus drei Ortsteilen: Niederbrechen als Verwaltungssitz, Oberbrechen und Werschau.
Erstmals erwähnt wurden Nieder- und Oberbrechen 772 unter dem Namen „Brachina“ in einer Urkunde des Klosters Lorsch. Im Mittelalter wechselten die Orte mehrfach zwischen kurtrierischer und molsbergischer Herrschaft. Niederbrechen besaß zeitweise Stadtrechte und eine teilweise erhaltene Stadtmauer. Werschau wurde 1235 erstmals urkundlich genannt. Nach der Auflösung Kurtriers 1803 kam das Gebiet zum Herzogtum Nassau und später zur preußischen Provinz Hessen-Nassau. Die heutige Gemeinde entstand 1971 durch den Zusammenschluss von Niederbrechen und Werschau, 1974 folgte Oberbrechen.
Die Berger Kirche, eine der ältesten der Region, geht auf karolingische Zeit zurück. Heute ist Brechen vor allem eine Wohngemeinde, deren Bewohner in umliegenden Städten arbeiten. Die Gemeinde ist verkehrlich gut angebunden, unter anderem durch die A 3 und die Main-Lahn-Bahn. Ein besonderes Ereignis ist das alle 25 Jahre gefeierte Jubiläum der Ersterwähnung von 772.