Breno liegt im mittleren Teil des Valcamonica, einer von den Adamello-Presanella-Alpen umgebenen Talregion. Der Ort breitet sich auf der linken Seite des Flusses Oglio aus und liegt auf etwa 343 Metern Höhe. Im Osten reicht das Gemeindegebiet bis an die Provinz Trient heran, während es im Westen an Gemeinden wie Bienno und Malegno grenzt. Neben dem Hauptort umfasst die Gemeinde mehrere kleinere Ortsteile und Weiler, die sich über eine Fläche von fast 60 Quadratkilometern verteilen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in keltische Zeit zurück, doch eine dauerhafte Ansiedlung entwickelte sich erst später. Aus der Römerzeit stammen bedeutende Funde wie ein Minerva-Heiligtum und Gedenksteine, darunter einer für Julius Cäsar. Im Mittelalter wurde Breno zum Schauplatz wechselnder Herrschaften: Nach den Franken und den Scaligern übernahmen die Visconti und später die Venezianer die Kontrolle. Die Burg von Breno, zunächst unter Barbarossa errichtet, wurde von Venedig zu einer Festung ausgebaut, bevor sie verfiel.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Pfarrkirche im Barockstil und das römische Minerva-Heiligtum das Bild des Ortes. Die Burgruine erinnert an die wechselvolle Geschichte, während die Piazza Duomo mit ihren Palästen von der venezianischen Epoche zeugt. Wirtschaftlich war Breno lange von Schmieden und Edelsteinverarbeitung geprägt, bis im 20. Jahrhundert Industrie wie das Stahlwerk Carlo Tassoni aufkam. Die Lage an der Staatsstraße 42 und der Bahnstrecke nach Brescia macht den Ort zudem zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Tal.