Ceto liegt im Valcamonica, einem Tal in der Lombardei, am linken Ufer des Oglio. Die Gemeinde breitet sich am Talrand aus, leicht erhöht an den westlichen Ausläufern des Pizzo Badile Camuno, eines Berges der Adamello-Presanella-Alpen. Das Gemeindegebiet umfasst über dreißig Quadratkilometer und umfasst auch die Ortsteile Badetto und Nadro. Zu den Nachbarorten zählen unter anderem Breno und Capo di Ponte.
Der Name Ceto tauchte erstmals im frühen 15. Jahrhundert in Urkunden auf. Seine Herkunft ist unklar: Einige Forscher vermuten einen Zusammenhang mit dem lateinischen Wort für „geschlossener Ort“, andere mit „Steineichenwald“ oder einer Bezeichnung für eine Rodung. Im mittelalterlichen Latein konnte das Wort auch „Dohne“ bedeuten. Wirtschaftlich lebte der Ort vermutlich von der Landwirtschaft und der Lage am Fluss.
Besonders bekannt ist Ceto für seine beiden katholischen Pfarreien, die zum Bistum Brescia gehören. In Nadro steht die Kirche der Heiligen Gervasius und Protasius, während in Ceto selbst die Andreaskirche prägt. Die umliegende Berglandschaft mit dem Pizzo Badile Camuno bietet Wanderwege und Naturerlebnisse.