Briançon liegt hoch in den Cottischen Alpen, wo die Guisane und die Cerveyrette in die Durance münden. Die Stadt erstreckt sich zwischen 1200 und 1326 Metern Höhe und gilt als höchstgelegene Stadt Frankreichs. Nur wenige Kilometer entfernt erhebt sich der Col de Montgenèvre, ein wichtiger Pass in Richtung Italien.
Schon die Römer nutzten die Route über den Col de Montgenèvre, doch Briançon selbst spielte lange eine eher bescheidene Rolle. Im Mittelalter wurde es erstmals urkundlich erwähnt, als Graf Guigues II. d’Albon seiner Braut ein Schloss schenkte. Später diente die Stadt als Rückzugsort für Hugenotten. Nach einem verheerenden Brand im 17. Jahrhundert ließ Vauban die Stadt zur Festung ausbauen, die selbst späteren Angriffen standhielt. Im Zweiten Weltkrieg wurde Briançon befreit und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Stadt ist bekannt für ihre historischen Festungsanlagen, darunter die Zitadelle und mehrere Vauban-Forts. Sportlich prägt Eishockey die Region, und die Stadt war mehrfach Etappenort der Tour de France. Persönlichkeiten wie der Mathematiker Oronce Fine oder der Snowboarder Pierre Vaultier stammen von hier. Mit Rosenheim in Deutschland und Susa in Italien pflegt Briançon Partnerschaften.