Bromberg liegt im Südosten des Industrieviertels in der Buckligen Welt, einer hügeligen Landschaft in Niederösterreich. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa dreißig Quadratkilometer, wobei fast die Hälfte landwirtschaftlich genutzt wird und fast ebenso viel bewaldet ist. Vier Ortsteile gliedern das Gebiet, darunter der namensgebende Hauptort und Schlatten, das bis 1973 den Gemeindenamen trug.
Die ersten Siedler kamen im achten Jahrhundert aus Bayern, angezogen von den Bischöfen von Passau und Salzburg. Nach Zerstörungen durch magyarische Einfälle entstand Bromberg vermutlich nach dem Jahr 955 neu. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1144, als ein Salzburger Erzbischof Zehentrechte an ein Stift übertrug. Im 13. Jahrhundert bauten die Herren von Slat eine Burg auf dem Schlossberg und ein Schloss im Tal, doch nach Zerstörungen im 15. Jahrhundert übernahm die Grundherrschaft Kirschlag die Verwaltung. 1846 erhielt Schlatten das Marktrecht, und 1973 wurde der Ort in Bromberg umbenannt.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild, darunter die katholische Pfarrkirche und die Dreibuchenkapelle. Ein Wanderweg erzählt von der Hexenverfolgung, die Afra Schickh 1671 das Leben kostete. Jährlich finden Theateraufführungen auf der Waldbühne statt, und eine Kastanienallee aus dem 19. Jahrhundert verbindet die Ortsteile. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit einem Ortsteil in Deutschland und bewahrt mit ihrem Wappen die Verbindung zu Stift Reichersberg.