Pitten liegt eingebettet im Pittental, einer von Wäldern geprägten Landschaft im Norden der Buckligen Welt. Der Ort verdankt seinen Namen dem Fluss Pitten, der wenige Kilometer nördlich in das Steinfeld eintritt und sich mit der Schwarza zur Leitha vereinigt. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa dreizehn Quadratkilometer, von denen mehr als die Hälfte bewaldet ist. Fünf Ortschaften gehören zum Gemeindegebiet, darunter das namensgebende Pitten selbst und Sautern.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die mittlere Bronzezeit zurück. Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals im Jahr, als Besitz der Nonne Peretcunda an das Hochstift Freising überging. Pitten war lange Teil der Steiermark, bis es Anfang des sechzehnten Jahrhunderts an Niederösterreich fiel. Der Name wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach, von slawischen Wurzeln wie „Buda“ für Schilfgras bis zu den heutigen Formen. Wirtschaftlich prägten Bergbau und Eisenverhüttung das Bild, später folgte die Papierindustrie mit der ersten Papiermaschine der Habsburgermonarchie.
Die Burg thront über dem Ort und ist eng mit der Geschichte Pittens verbunden. Die Bergkirche zum Heiligen Georg schmiegt sich an den Felsen und zeigt barocke Ausstattung mit gotischen Elementen. Ein Glockenspiel erinnert an die 1100-Jahr-Feier. Der Pfarrhof aus dem siebzehnten Jahrhundert besticht durch stuckierte Fassaden und reich verzierte Innenräume. Künstlerisch gestaltete Vogelhäuser und ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs prägen den Kirchhof. Die Umgebung bietet Panoramablicke bis zu den Alpen.