Bruchsal liegt am westlichen Rand des Kraichgaus, etwa zwanzig Kilometer nördlich von Karlsruhe in Baden-Württemberg. Die Stadt wird von der Saalbach durchflossen, einem kleinen Nebenfluss des Rheins, und ist die größte im Landkreis Karlsruhe. Sie bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden und hat mit Forst eine Verwaltungsgemeinschaft gebildet.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 996, als Kaiser Otto III. eine Urkunde für das Bistum Freising ausstellte. Im Mittelalter gehörte Bruchsal kirchlich zum Bistum Speyer und blieb trotz reformatorischer Einflüsse überwiegend katholisch. 1716 wurde es Residenzstadt des Hochstifts, nachdem der Bischof ins Bruchsaler Schloss zog. Nach der Säkularisation 1803 blieb Bruchsal noch Sitz geistlicher Institutionen, bis diese 1827 mit der Gründung des Erzbistums Freiburg endeten.
Die Stadt prägt ein barockes Schloss, das ehemalige Residenzschloss der Bischöfe von Speyer. Auf dem Michaelsberg bei Untergrombach steht eine Wallfahrtskirche aus dem 15. Jahrhundert. Die Stadtteile wie Heidelsheim und Helmsheim waren früh protestantisch, während andere katholisch blieben. Bruchsal ist auch bekannt für seine evangelische Lutherkirche und die katholische Pfarrei Hl. Edith Stein. Die jüdische Gemeinde war einst eine der größten in Baden, bis sie im Nationalsozialismus verfolgt wurde.