Brunate liegt in der lombardischen Provinz Como, hoch über dem Comer See auf etwa 715 Metern Höhe. Die Gemeinde grenzt im Norden an Blevio und im Osten, Süden und Westen an Como. Der Ort ist von den Alpen umgeben und bietet bei klarer Sicht Ausblicke auf die Westalpen, den Apennin und die Po-Ebene.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Brunate im Jahr 1240, doch archäologische Funde belegen eine Besiedlung bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. durch die Kelten. Im 14. Jahrhundert entstand hier das Kloster Sant’Andrea, das den Ort lange prägte. Der Zugang war lange beschwerlich, bis im frühen 19. Jahrhundert Wege von Como und Tavernerio angelegt wurden. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Brunate zu einem exklusiven Rückzugsort für wohlhabende Mailänder, die prächtige Jugendstilvillen errichteten. Später wurde der Ort eingemeindet, erlangte aber 1947 wieder seine Selbstständigkeit.
Heute ist Brunate vor allem für seine malerische Lage bekannt, die ihm den Beinamen „Alpenbalkon“ einbrachte. Die Standseilbahn von Como nach Brunate, die seit 1894 in Betrieb ist, verbindet den Ort mit dem See. Besonders sehenswert sind die Jugendstilvillen, die Altstadt und der Faro Voltiano, ein Leuchtturm zu Ehren Alessandro Voltas. Wanderwege wie die Strada Regia führen zu historischen Stätten und Naturdenkmälern. Persönlichkeiten wie der Wissenschaftler Volta oder der bulgarische Dichter Pentscho Slawejkow hinterließen hier Spuren.