Burtigny liegt im Kanton Waadt, etwa zehn Kilometer nördlich von Nyon, auf einer sonnenexponierten Hochfläche am Jurasüdhang. Die Gemeinde erstreckt sich zwischen den Flüssen Serine und Moteline, rund 350 Meter über dem Genfersee. Das Gemeindegebiet umfasst neben dem Dorfkern auch ein Hochplateau, ein ausgedehntes Waldgebiet namens Grandes Tattes und ein eiszeitlich geprägtes Tal mit einem Naturschutzgebiet. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen, wobei der höchste Punkt bei 895 Metern liegt.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, wie Funde von Schalensteinen und Grabhügeln belegen. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Burtigny im 12. Jahrhundert unter dem Namen Britiniaco. Im Mittelalter gehörte das Dorf zur Herrschaft Prangins und wechselte später mehrfach den Besitzer, bevor es 1357 an die Herren von Aubonne fiel. Nach der bernischen Eroberung der Waadt kam Burtigny unter die Verwaltung der Vogtei Aubonne. Im 19. Jahrhundert zerstörten mehrere Dorfbrände zahlreiche Häuser.
Das Ortsbild prägen eine mittelalterliche Pfarrkirche, die bereits im 13. Jahrhundert erwähnt wurde, sowie ein im 19. Jahrhundert erbautes Pfarrhaus. Einige Bauernhäuser aus dieser Zeit sind im Dorfkern erhalten. Burtigny ist heute vor allem eine Wohngemeinde mit ländlichem Charakter, in der Landwirtschaft und eine Korkenfabrik traditionelle Erwerbszweige bleiben. Dank seiner malerischen Lage zieht der Ort auch Wegpendler an, die in Nyon arbeiten.