Bžany liegt im Norden Tschechiens, eingebettet in die sanften Hügel des Böhmischen Mittelgebirges. Der Ort breitet sich am rechten Ufer der Bílina aus, wo der Luční potok einmündet. Südlich des Dorfes zeugen tiefe Restlöcher von der früheren Braunkohleförderung. Im Norden ragen markante Erhebungen wie der Bžanský vrch und der Chotyně auf, letzterer mit den Ruinen der Burg Paradies. Eine wichtige Verkehrsader, die Europastraße 55, führt nahe vorbei, während die Eisenbahnstrecke Lovosice–Teplice in der Nähe verläuft.
Erstmals erwähnt wurde Bžany im frühen 14. Jahrhundert. Lange Zeit prägte die Landwirtschaft das Leben, ergänzt durch den Anbau von Hopfen. Im 19. Jahrhundert begann der Bergbau, als nahe der Siedlung die Grube Arnold erschlossen wurde. Später gehörte der Ort zur Herrschaft der Grafen Clary-Aldringen, bevor er nach der Abschaffung der Grundherrschaften eine eigene Gemeinde bildete. Im 20. Jahrhundert erlebte Bžany tiefgreifende Veränderungen: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die deutschsprachigen Bewohner vertrieben, und der Kohleabbau endete in den 1950er Jahren.
Heute zeigt sich Bžany als Ort mit historischem Kern und ländlichem Charme. Zu den bemerkenswerten Bauwerken zählen die Renaissancefestung Hradiště, die Laurentiuskirche in Hradiště sowie mehrere Kapellen und Speicher aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die umliegenden Ortsteile wie Bukovice und Lhenice tragen mit ihren Mühlen und Gutshäusern zur Vielfalt bei. Die Landschaft mit ihren sanften Hügeln und dem Fluss Bílina lädt zu Spaziergängen ein.