Teplice liegt im Norden Böhmens am Rand des Erzgebirges und im Nordböhmischen Becken, etwa auf halbem Weg zwischen dem Böhmischen Mittelgebirge und Dresden. Der Teplitzer Schlossberg mit seinen 393 Metern Höhe überragt die Stadt und prägt das Bild. Die Stadt besteht aus mehreren Ortsteilen wie Hudcov, Nová Ves oder Trnovany, die sich um den historischen Kern gruppieren.
Die ersten Spuren der Stadt reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier ein Benediktinerinnenkloster entstand. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Grafen Kinsky die Herrschaft, später folgten die Familien Aldringen und Clary-Aldringen, die bis 1945 prägend blieben. Teplice entwickelte sich zu einem bedeutenden Kurort, besonders nach dem großen Stadtbrand von 1793, der den klassizistischen Wiederaufbau einleitete. Berühmte Gäste wie Goethe und Beethoven stärkten den Ruf als Treffpunkt der europäischen Gesellschaft.
Heute ist Teplice vor allem für seine Thermalquellen und historischen Bauwerke bekannt. Der Kurgarten mit Theater und Kaiserbad, das Schloss der Familie Clary-Aldringen und der Seumepark mit der Seume-Kapelle sind markante Sehenswürdigkeiten. Die Stadt verbindet böhmische Tradition mit den Spuren ihrer bewegten Geschichte, von den Kuraufenthalten des 19. Jahrhunderts bis zur Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach 1945.